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Physio Emotion gmbh & Co KG

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PHYSIO EMOTION PATIENTENINFORMATION - PREISINFORMATION

BEIHILFE VERSICHERTE


Ihre private Krankenversicherung lehnt eine volle Kostenerstattung ab?

 

Wir und andere Physiotherapiepraxen erleben es immer häufiger, dass unseren Patienten eine volle Kostenrückerstattung  unserer Honorarvereinbarung verwehrt wird.

Gründe für die Ablehnung ist in den meisten Fällen eine angeblich überhöhte Honorarforderung.

Hintergrund hierfür ist, dass immer mehr private Krankenversicherer versuchen den zu erstattenden Betrag auf den sog. „Beihilfesatz“ zu reduzieren.

Dieser legt aber nur fest, in wie weit sich ein öffentlicher Dienstherr an den Behandlungskosten für seine Beamten beteiligen muss.

Mit Scheinargumenten versuchen  nun  manche  Krankenkassen   ihren Versicherten weis zu  machen, dieser Beihilfesatz wäre der in Deutschland übliche Preis und insofern, gemäß § 612 BGB, maximal erstattungsfähig.



Das ist nicht richtig!


Zur Erklärung:

Die Beihilfesätze oder genauer: die beihilfefähigen Höchstbeträge sind Obergrenzen für die Erstattung von Heilmittelkosten von beihilfeberechtigten Personen.

Beamte sind in der Regel nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert, sondern erhalten einen Teil ihrer Krankenkosten über ihren Arbeitgeber, den Staat, in Form der Beihilfe erstattet. Für die Restkosten existieren in der Regel Zusatzversicherungen.


Die beihilfefähigen Höchstsätze werden von den Innenministern von Bund und Ländern festgesetzt. Erklärtes Ziel der Innenminister war es auch bei den Beamten eine Eigenbeteiligung, z.B. bei den Heilmittelkosten, abzuverlangen, wie dies ja auch bei den gesetzlich Versicherten verlangt wird.

Zu diesem Thema veröffentlichte der Bundesinnenminister am 07.02.2004 eine offizielle Pressemitteilung mit der Überschrift:



„Keine Extrawurst für Beamte“

 

und führt aus, dass auch die Beamten bei Heilmitteln Zuzahlungen zu leisten hätten.

Damit wird klar, dass die Behauptung der privaten Krankenversicherer, die Beihilfesätze seien die quasi offizielle Preisliste für die Heilmittel in Deutschland, jeder Grundlage entbehrt.


Auch als Beihilfeberechtigter oder Post Beamten Versicherter können Sie in einer Krankengymnastikpraxis nur als Privatpatient behandelt werden.

Leider versuchen uns immer wieder Beihilfeversicherte zu erklären, sie müssten keine Zuzahlung leisten und es wäre nicht akzeptabel eine Eigenbeteiligung zu den Therapiekosten bei zu steuern. Wie bereits erklärt deckt sich diese Auffassung nicht mit den Innenministern, die hier eine Gleichbehandlung vorsehen.



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Neu ab 01.08.2018 respektive 01.01.2019


Die Bundesbeihilfe hat die Erstattungssätze für Heilmittel zum 01.08.2018 um umgerechnet 20% und zum 01.01.2019 um umgerechnet weitere 10% erhöht.

Die Landesbeihilfestelle Berlin will baldmöglichst in der Umsetzung nachziehen. Leider ist Berlin damit als Landesstelle wieder mit am Schluß der Bundes- und Landesstellen in der Umsetzung der neuen Sätze! -Ist Berlin ja auch ein soo günstiges Pflaster! Preise, die seit 2001 konstant gleich geblieben sind: Mieten, Lebenshaltung, Gehälter…

Fakt ist: die Erhöhung ist seit langer Zeit fällig und erscheint erstaunlicherweise vielen Patienten sehr hoch (teilweise überhöht). Bedenken sollten Sie dabei, dass diese Preissteigerung der Beihilfe auf Preisen beruht, die seit 2001 nicht erhöht wurden. -Die gesetzlichen Krankenkassen hatten seit dem Preissteigerungen von 50 -60%.

Die Beihilfepreise mussten angepasst werden! Das sollte jedem klar sein, der sich mit dem Thema beschäftigt! -Und wird dabei feststellen, dass die Erstattungssätze nach der Erhöhung immer noch nicht dem Stand der Zeit entsprechen!

Erstaunlicherweise denken einige Patienten wir hätten die Beihilfepreise erhöht und sind sehr aufgebracht! Dem ist nicht so! Das ist vom Bundesinnenministerium für seine Bundes/Landesbediensteten getan worden: damit u.a. Ihre Zuzahlung zu Ihren Heilmittelkosten nicht so hoch ist!

Das erstaunt viele Patienten, weil sie es von Grund auf nicht gewohnt waren eine Zuzahlung zu ihren Heilmittelkosten zu leisten. -Damit waren sie aber auch eine Ausnahme in Berlin! In fast allen anderen Bundesländern werden Beihilfepatienten, wie es vom Dienstherrn auch vorgesehen ist, als Privatpatienten abgerechnet und müssen, so fern sie nicht ausreichend zusatzversichert sind, Zuzahlungen zu ihren Behandlungskosten tragen. Auch wir hatten Ende 2017 die alten Beihilfepreise um ca. 7 - 10% erhöhen und somit von unseren Patienten Zuzahlungen fordern müssen. -Anders war es uns nicht möglich in diesem Bereich weiter zu arbeiten.

Wir werden durch die Anpassung der neuen Sätze nun auf Zuzahlungen von den Beihilfepatienten verzichten; d.h. wir rechnen Ihr Rezept nach den aktuellen Bundesbeihilfepreisen ab. Dieses können wir aber nur so lange gewährleisten, wie es unsere Wirtschaftslage zulässt.

Haben Sie Fragen dazu oder Probleme mit der Erstattung Ihrer Rechnung? Nutzen Sie bitte unser Kontaktformular oder kontaktieren Sie bitte unsere Damen am Empfang. Auch können Sie sich direkt unsere Abrechnungsfirma Mediserv wenden, wenn es um eine aktuelle Rechnung von Ihnen geht. Mediserv bietet bei Problemen auch individuelle Finanzlösungen an!